Muscheleldorado // 20.4.2015
Am Morgen machen wir einen kurzen Ausflug zu dem sehr beachtlichen Strand und wandern ihn ein gutes Stück ab. Hier finden sich Muscheln in Hülle und Fülle und wir lauschen dem Klang der Wellen, wie sie über die Muschelschalen einschlagen und diese mit sehr angenehmen Klängen zurückziehen. Nachdem wir erstmal genug des Strandtreibens haben, überschreiten wir die Grenze nach Portugal!
sandige Halbinsel // 19.4.2015
Da die Costa de Luz so viele schöne Strände bereithält, nehmen wir auch heute wieder einen weiteren unter die Lupe. Wir parken am Hafen und laufen durchs Marschland. Auf unserem Weg sind wir nicht alleine, tausende kleiner Krebse wuseln neben uns in den von der Ebbe trockengelegten Wasserbecken. Wir wissen nicht genau, ob sie vor uns oder der Sonne fliehen und so ist ihr Ziel meist ein Erdloch. Der Strandabschnitt erweist sich trotz Wochenendes als angenehm leer und wir werden auf unserer Platzsuche schnell fündig. Auch die Muschelsuche ist sehr ergiebig und es werden zahlreiche z.T. von uns noch nie vorher gesehene Exemplare gesammelt. Auf dem Rückweg hat sich das Marschland mit Wasser gefüllt und die Landschaft sieht nun ganz anders aus. Auf Anraten eines netten spanischen Fahrradfahrers, der trotz enormer Verständigungsschwierigkeiten, sich nicht davon abhalten ließ, immer wieder „Isla Cristina“ zu erwähnen (das einzige Wort das wir verstanden haben), machen wir uns zu der besagten Stadt auf, um am Strand zu übernachten. Da das freie Campen sich leider schwieriger als gedacht gestaltet, muss ein Campingplatz angefahren werden.
Ab in den Sandkasten // 18.4.2015
Wir verlassen das lebendige Sevilla, um in dünner besiedeltes Gebiet zu gelangen. Unser Ziel der Nationalpark Coto de Doñana liegt in einer eher flacheren Landschaft und die Pinienbäume sind jetzt überall zu sehen und zu riechen. In der Nähe von Matalascañas, machen wir Stopp und wandern einen kleinen Holzplankenweg durch die Dünen von Cuesta de Manelí. Am Ende des Weges tut sich ein kilometerlanger Strand auf und wir verbringen einige Stunden dort, bevor wir wieder zurück marschieren. Gegen Abend suchen wir uns einen ruhigen Platz auf einer area de recreativa (Picknikplatz), diese sind in Spanien oft anzutreffen und meistens sehr großzügig angelegt. Und so werden wir in der Nähe von der Stadt El Rompido fündig. Die kleinen verschlungenen sandigen Wege bieten zahlreiche Möglichkeiten zu parken und werden auch von vielen Reitern genutzt, die wir noch bis in die Nacht beobachten können.
Liebe auf den ersten Blick // 17.4.2015
Wir parken unser Heim relativ zentral und machen uns zu Fuß Richtung Zentrum auf. Auf dem Weg zum Plaza de España durchqueren wir einen riesigen Volksfestplatz, wo der Aufbau in vollen Touren läuft. Doch leider sind wir vier Tage zu früh für die Feria und können das Spektakel nur erahnen, für das hunderte von bunten Zelten aufgebaut werden, in denen man gesellig Speis und Trank zu sich nimmt und den Flamencotänzern zusieht. Ein riesiger beleuchteter Torbogen, der extra für diese Woche erstellt wird, weist den Eingang in die bunte Welt, die wir zu gerne miterleben würden. Nachdem wir im wirklich sehr schön angelegtem Park María Luisa zahlreiche antike Pferdegespanne bestaunen durften (Anlass unbekannt), machen wir uns weiter Richtung Altstadt. Wir sind begeistert über die vielen verwinkelten Gassen, die Sevilla für uns bereithält, auch die maurisch anmutende Bauwerke sagen uns sehr zu. Beeindruckt von den vielen und vielfältigen Vierteln kehren wir erschöpft aber selig zu unserem Nachtquartier zwischen vielen anderen Womos zurück.
I want to ride my bicycle // 17.4.2015
Der nächste Tag beginnt mit Frühsport und wir befreien unsere Räder von ihrem eingebetteten und festgezurrten Dasein und erkunden die Klippenlandschaft auf zwei Rädern. Nachdem wir die Räder wieder in ihr angekettetes Dasein verbannt haben, fahren wir weiter nach Sevilla.
Kleine Traumbucht // 16.4.2015
Aufgrund der immensen Zeiteinbußen, der uns der Irrweg gekostet hat, wird das Ziel Sevilla erstmal vertagt. Wir fahren ins nahgelegene Roche und finden nach vielen Verbotsschildern doch noch einen abgelegenen (eigentlich auch verbotenen) Platz hoch über einer wunderschönen Bucht.
El Jarillo – duftender Pinienwald // 15.4.2015
Dort können wir uns für einen Picknickplatz begeistern auf dem wir auch campieren. Wir machen uns auf den Weg zu einer Tour durch den wohlriechenden Pinienwald hinunter zur Küste nach Caños de Meca. Auf dem Rückweg beschließen wir noch den Torre del Tajo zu besichtigen, was sich als nicht ganz so einfach herausstellt. Der anfangs noch schöne Küstenweg wird zunehmend undurchdringlicher und so müssen wir zahlreiche Kratzer und Schnitte in Kauf nehmen, als wir uns durchs Unterholz schlagen (wir haben uns verlaufen…). Der Höhepunkt des ganzen endet in einem schon höhlenartigem, rechts und links des Weges mit Tierknochen gesäumten Weg, welchen wir nach einer gefühlten Ewigkeit doch noch entrinnen können und den richtigen Weg auch finden und einschlagen. Dieser führt uns dann endlich wirklich sehr gemütlich zum Torre del Tajo und zurück zum Parkplatz.
Am südlichsten Zipfel Europas // 13.+14.4.2015
Auf Anraten von Kathrin und Chris fahren wir trotzdem in Richtung Fähre nach Tarifa und erleben hier ein völlig unverbautes Stück spanische Küste. Wir finden einen Traumstrand neben einer riesigen Wanderdüne. Der dort starke Wind zieht auch viele Kitesurfer an. Wir genießen nicht die Wellen des Meeres sondern des Sandes und starten eine kleine Wanderung entlang der Küste, die uns die heftigen Sandverwehungen aber nicht ganz leicht machen. Die Tage sind erfüllt von Lektüre und Strandpatschenspiel in dem wir mittlerweile beachtliche Verbesserungen erzielt haben. Nur ungern trennen wir uns vom Strandleben und fahren weiter.
Nach einem kurzen Zwischenstopp an einer weiteren großen Sanddüne in Bolonia gehts weiter nach Barbate.
so nah und doch so fern
Nur 14 Kilometer trennen uns von unserem nächsten Ziel Marokko, doch wie wir in den vergangenen 24 Stunden feststellen mussten, ist es mit Hund nicht ganz einfach. So wäre die Einreise nach Marokko kein Problem, das Wiederherauskommen jedoch umso mehr. Zahlreiche Dokumente von Tierärzten und Hafenbehörden wären notwendig, um Kami wieder aus Marokko herauszubekommen. Auch wenn wir alle diese Dokumente hätten, wäre lediglich ein Aufenthalt von zehn Tagen möglich gewesen. Und das Restrisiko, dass Kami in Quarantäne muss, ist uns zu hoch. Auch die Worte eines spanischen Tierarztes, der jedem davon abraten würde, mit Hund nach Marokko zu reisen, bewegen uns zu der Entscheidung schweren Herzens Marokko auf ein anderes Mal zu verschieben.
Letzte Vorbereitungen für Marokko // 11.+12.4.2015
Nach unserer dreitätigen Exkursion ins Umland von Málaga freuen wir uns nocheinmal die Gastfreundschaft von Kathrin und Christian in Anspruch nehmen zu dürfen. Wir versenden Pakete, füllen die Vorräte und bereiten die Überfahrt nach Marokko vor.
Eukalyptus // 11.4.2015
Nach einer ernüchternder Wanderung im Regen vorbei an Eukalyptusbäumen suchen wir schnell wieder das Innere des Busses auf und machen uns auf nach Fuengirola, wo wir Vorräte für Marokko in den Bus schaffen.
El Chorro // 10.4.2015
Nach ausgiebigen Schlaf durchqueren wir das Gebiet um den See und den Fluss, um einen Ausblick auf den legendären Caminito del Rey zu erhaschen. Dort können wir zahlreiche Geier bestaunen, wie sie sich an der steilen Felswand in den Himmel schrauben und das ein oder andere Mal in greifbarer Nähe an uns vorbeisegeln. Den Abend nutzen wir, um unseres neues Sportequipment (Holzpatschen mit Ball) am See zu nutzen. Das Zusammenspiel mit Kami als Balljunge ergibt eine neue schöne Kreation und wir haben alle drei Spaß.
Qué pasa / Gib Passa // 9.4.2015
Trotz einem halben Jahr akribischer Vorbereitung, sitzen wir jetzt nach einem kleinen Malheur meinerseits auf dem deutschen Konsulat und beantragen einen vorläufigen Reisepass, um die Weiterreise nach Marokko zu ermöglichen. Nach Anraten unserer deutschen Connection verbringen wir den Rest des Tages am Embalse Tojo de la Encantada an einer wunderschön gelegenen Stauseenlandschaft.
Zu Hause bei Freunden // 4.- 8.4.2015
Unser nächster Stop liegt in der Nähe von Málaga in dem kleinen Dorf Mijas, wo wir wir unsere langjährige Freundin Kathrin und ihren Freund besuchen, die bereits vor Jahren nach Spanien ausgewandert sind. Die beiden und ihre drei Katzen haben sich ein traumhaftes Domizil in den Bergen geschaffen, welches umgeben von früchtetragenden Bäumen jeglicher Art, wie ein wahrgewordener Traum erscheint und so verweilen wir hier ein paar Tage und machen kleinere Ausflüge in die Umgebung. Den Ostersonntag erleben wir von ganz neuer Seite indem es bei 30 Grad Paella auf der Veranda gibt. Aber ein Stück Heimat muss dann doch sein und so werden Osternester zwischen Avocado- und Zitronenbäumen gesucht. Trotz mehrerer Annäherungsversuche die allesamt mehr oder weniger scheitern, gibt es leider keine osterliche Eintracht zwischen Kami und den drei heimischen Katzen. Glücklicher für alle Parteien sind wohl die Stunden in der Kami außer Haus ist und sich mit ihresgleichen am Strand vergnügt.
Über den Wolken // 3.4.2015
Noch am Vorabend reisten wir ins nahgelegene El Torcal de Antiquare, wo wir auf dem Weg zur Sternwarte ein Naturschauspiel besonderer Art erleben durften. Der Straße hinauf folgend kamen wir immer näher an eine dichte Wolkenwand, bis wir plötzlich komplett in ihr verschwanden und uns wenig später über ihr befanden. Die dort zu bestaunende Aussicht war einmalig und wir kannten dergleichen bisher nur aus Flugzeugfenstern.
Am Morgen sehen wir die riesige bizarre Felsenlandschaft aus nächster Nähe und erblicken sogar eine Bergziege die hoch über unseren Köpfen von Fels zu Fels spaziert.
Gründonnerstag // 2.4.2015
In Córdoba fällt uns zunächst die unglaubliche Hitze auf (36 Grad), danach fällt uns auf, dass sämtliche Osterumzüge wohl nicht zentral starten und enden und wir ohne öffentliche Verkehrsmittel (keine Hunde) aufgeschmissen sind. Zumindest die Mezquita Moschee Kathedrale sehen wir uns von aussen an und kreuzen durch den historischen Kern, bis Kami sämtliche weitere Anstrengungen verweigert.
Wanderung // 2.4.2015
Früh machen wir uns auf, um die verschobene Wanderung nun nachzuholen. Eigentlich sollte die Wanderung zum Rio Bailón führen, diesen erreichen allerdings wegen mangelnder Beschilderung nicht ganz, aber die schöne Landschaft und unsere erste Begegnung mit einem Mauswiesel lassen darüberhinwegsehen und so kehren wir nach vier Stunden zurück, um uns nach einer kleinen Stärkung im Schatten auf nach Córdoba zu machen.
weißer als weiß // 1.4.2015
Granada lassen wir wegen Überfüllung aus (Osterwoche) und fahren weiter in das kleine Bergdorf Zuheros, welches im Geopark Sierras Subbéticas liegt. In der Gegend um das Dorf werden hauptsächlich Oliven angebaut und die Bäume verleihen den Bergen eine geometrische Musterung, die wir in den nächsten Tagen immer wieder zu sehen bekommen. Die Häuser im Dorf erstrahlen in schneeweiß, was wohl auf die regelmäßige Kalkung zurückzuführen ist. Das Dorf kommt uns sehr verlassen vor, wir finden aber viele liebevoll hergerichtete Stellen. Da es am späten Nachmittag noch immer sehr heiss ist, verschieben wir die Wanderung auf den nächsten Tag und parken überhalb des Dorfes auf einem Wanderparkplatz und genießen den Sonnenuntergang. Mit dem Einsetzen der Nacht erreichen zwei ältere spanische Fotografen mit ihrem Hund und VW Bus den Parkplatz. Nach ausführlicher Besichtigung ihres Busses, empfehlen sie uns zu den Osterparaden (Semana Santa) nach Cordoba zu fahren. Die beiden sind schon viel in der Welt herumgekommen und wir nehmen dankend noch einige hilfreiche Tipps entgegen.
Playa de Mónsul // 31.3.2015
Die Strände werden von Tag zu Tag schöner und entlegener und wir sonnen uns einmal mehr unter der Sonne Spaniens.
Aufgeladen mit reichlich Vitamin D führt unser weiterer Weg vorbei an den weißen Gipfeln der Sierra Nevada und wir campen vor den Toren Granadas.
Playa Rodalquiar // 30.3.2015
Am Morgen fahren wir in den Naturpark Cabo de Gata, um dort zwischen Vulkanfelsen am Strand in der Sonne zu schmachten. Auf unserem Weg fallen uns die ausnahmslos weissen kleinen Flachdachhäuser auf, die wunderschön in die fast wüstenähnliche Landschaft passen. Diese finden wir auch in dem kleinen Ort Las Negras vor, den wir ansteuern, um Besorgungen zu machen. Das dort anzutreffende Publikum ist zu unserer Freude mal eher jung und hat sich wohl überwiegend dem alternativen Lebensstil verschrieben. So laufen wir das ein oder andere Mal durch große Graswolken, die rechts und links aus den Cafés zu scheinen kommen und aus der örtlichen Mülltonne vernehmen wir einen lauten Kraftausdruck.
Zum Schlafen fahren wir einen Felsvorsprung neben der Stadt La Isleta del Moro an. Da in Spanien anscheinend gerade die Osterferien begonnen haben, sind wir nicht allein, aber genießen trotzdem den Sonnenuntergang.
La Isleta del Moro – Parque Natural Cabo de Gata-Níjar, Almería
Cala del Arroz // 29.3.2015
Nach der etwas längeren Fahrt durch die immer karger werdende Landschaft und vorbei an immer größer werdenden glänzenden Seen (beim genaueren Hinsehen sind es riesige mit Plastik und Netzen abgedeckte Treibhäuser), erreichen wir den erhofft einsamen Stellplatz direkt Meer und stellen fest, dass Wochenende ist und noch zahlreiche andere den gleichen Plan hatten. Am Abend wird es jedoch merklich leerer und wir verbringen eine ruhige Nacht mit Meeresrauschen im Hintergrund.
Vive la bici // 28.3.2015
Nach der Nacht auf dem etwas außerhalb gelegenen Campingplatzes, den auch viele Einheimische als Wochenenddomizil nutzen, erwachen wir umgeben von spanischer Dauercamperarchitektur (Wohnwagen mit Vorzeit, zwei weitere Zelte davor und über die ganze Konstruktion ein weiteres riesiges Zelt). Unser Versuch mit dem öffentlichen Bus nach Valencia zu gelangen scheitert an der Tatsache, dass auch im Bus keine Hunde erlaubt sind und der Busfahrer scheucht uns wild gestikulierend hinaus. Nach dem Motto „Es lebe das Fahrrad“ satteln wir einmal mehr die Drahtesel und begeben uns auf den schönen Radweg entlang des Strandes, der uns nach 8 Kilometern in der Stadt ankommen lässt. Von hier aus erkunden wir zu Fuß die schöne Altstadt und begutachten die Architektur. Auf dem Rückweg entlang des immer noch quirligen Strandtreibens fahren wir dem Sonnenuntergang entgegen.
Naturpark Albufera // 27.3.2015
Nach einer kurzen Runde am Strand in Peníscola, fahren wir weiter nach Valencia. Unser Weg ist eingebettet in den rechts und links gelegenen Orangenplantagen und auch die Temperatur steigt merklich. Nachdem wir den achtspurigen Kreisverkerhrswahnsinn hinter uns gelassen haben, erreichen wir den Naturpark Albufera, der am Rande von Valencia direkt am Meer liegt. Dort verbringen wir den restlichen Tag bei 27 Grad am Strand.
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Peníscola, Castellón
Parc natural de l’albufera, Valencia
Die Schlucht des Rio Mattarrañas // 26.3.2015
Wir kehren nach Beceite zurück, um zu vollenden, was wir angefangen haben. Geparkt wird im Ort, wo wir einmal mehr die Wanderschuhe schnüren, um uns Richtung Schlucht des Rio Mattarrañas aufzumachen. Nach circa sieben Kilometern Weg macht uns der doch noch erhebliche Wasserstand des Flusses die Weiterwanderung unmöglich. Nach all den Bergen, Schluchten und Flüssen, beschließen wir die Großstadt Valencia anzufahren und machen uns gegen späten Nachmittag auf den Weg, um davor noch einen Übernachtungsstopp in Peníscola einzulegen. Dort angekommen, erkennen wir, dass der Ort touristisch sehr erschlossen ist und uns beibt nur die Option einen Campingplatz (sehr preiswert = 7 Euro die Nacht insgesamt) anzufahren.
25.3.2015
Auch bei Tageslicht betrachtet sieht die Stadt wie am Reißbrett geplant aus. Das merkwürdigste ist, dass gefühlt siebzig Prozent der meist identisch aussehenden Häuser leerstehen. Verblüffenderweise gibt es sogar eine Schule und ein „Centro“, was aus einem Tante-Emma Laden, einem Metzger und einem Bäcker besteht. Hier kaufen wir unser erstes spanisches „Pane“, welches unglaublich lecker leicht und krustig zugleich ist. Nach einem kleinen Spaziergang an die Einmündung des Rio Mattaraña in den Rio Ebro und nach einer Partie auf dem top gepflegten Petanca Platz in Fayón, fahren wir weiter nach Beceite, wo wir aber aufgrund des Hochwassers nicht bleiben. Wir fahren weiter nach Arnes, einem kleinen Städtchen, was für seinen Olivenölanbau bekannt ist und sich malerisch in die bergige Landschaft integriert. Nach einem Rundgang durch die Gassen, nächtigen wir unterhalb der Häuser zwischen Olivenbäumen direkt am Fluss.
Durch den Bau des Stausees Pantà de Riba-roja wurde das ehemalige Dorf Fayón geflutet, so dass heute nur noch der Kirchturm aus den Fluten schaut
Arnes, Tarragona
Rio vero // 24.3.2015
Nach fünf Tagen der rudimentären Körperpflege erwachen wir in aller Frische auf dem Campingplatz der Stadt Alquézar und brechen zu einer Wanderung an den Rio vero auf, der seinem Namen alle Ehre macht. Unser Rundweg startet bequem und wir schlendern bergauf durch Olivenbaumhänge und das stetige Summen fleißiger Bienen begleitet uns. In der Schlucht von Rio vero können wir zahlreiche Greifvögel und später auch Störche beobachten, wie diese die Thermik nutzen, um sich in die Höhe zu schrauben. Nach einem steilen letzten Anstieg gelangen wir wieder in das Bergstädtchen Alquézar und wir nehmen Abschied mit dem Ziel Fayón. Dort beginnt wieder eine wilde dunkle Stellplatzsuche, die am Ortsrand der bizarren linear angelegten Stadt endet.
und die Wanderung die erst nicht beginnen sollte // 23.3.2015
Nachdem wir bereits am Abend zuvor schon vergeblich versuchten den Wanderparkplatz in der Nähe des Mini-Dorfs Corça zu finden (Schneesturm + 12 km Irrfahrt durch die Pampa + Nacht + Krötenwanderung), um dort unser Nachtlager aufzuschlagen, werden wir am Morgen doch fündig und der Platz hätte schöner nicht sein können. Auch der Regen hat erbarmen und wir starten zu einem unserer schönsten Wege in die unberührte Schlucht des Mont-Rebeis. Nach knapp zwei Stunden erreichen wir die beeindruckende Klamm und hangeln uns am Stahlseil durch sie hindurch. Auch das Echo lädt zu Spielen ein. Auf dem Rückweg – mittlerweile sogar im Sonnenschein – sind wir in Hochstimmung, als wir aufeinmal ein tiefes Grunzen neben uns im Unterholz vernehmen. Kami ihres Zeichens von Geburt an Jägerin ist sofort aktionsbereit, während wir erst 5 Sekunden später das Wildschwein entdecken. Dies bemerkt uns jedoch auch und ist zum Glück wieder im Unterholz verschwunden.
2497m // 22.3.2015
Am nächsten Morgen soll der Berg Pedraforca gelegen im Naturpark Cadí-Moixeró unser Ausflugsziel sein. Die Höhenangabe macht uns zunächst keine Sorgen, erst vor Ort merken wir, dass in diesen Gefilden durchaus noch Schnee liegt. Nichtsdestotrotz nehmen wir die Herausforderung an und schrauben uns per pedes immer höher. Nach 2 1/2 Stunden konsequentem Bergauf-Marsch müssen wir uns dem rutschigen verschneiten, kaum noch zu erkennenden, Pfad geschlagen geben. Gesenkten Hauptes treten wir den Rückweg an, aber das stetig wechselnde Licht- und Wolkenspiel um die imposanten Berge waren alle Mühen wert.
Santa Margarida // 21.3.2015
Allerdings ist aller Anfang schwer und nach dem holprigen Start in Frankreich macht es uns Spanien auch nicht leicht. Es begrüßt uns sehr grün, aber auch sehr sehr nass. Nach einer durchregneten Nacht und einem durchregneten Morgen, machen wir uns zu einer durchregneten Wanderung auf. Das Ziel: der Vulkan Santa Margarida, der Teil des Naturschutzparks Vulkane der Garrotxa ist. Nachdem wir völlig durchnässt zwei Stunden wieder am Vehikel ankommen, schwebt uns der Sinn nach Weiterfahrt, aber die erhoffte Flucht aus dem Nass gelingt uns selbst in Santa Maria de Falgars nicht, wo wir zwischen Kuhfladen eine äußerst ruhige Nacht verbringen.
*1567 // 20.3.2015
Nach dem schönen Rundgang in Port Vendres machen wir uns auf den Weg, Frankreich zu verlassen und um Spanien zu erkunden. Unser erster Halt ist das Örtchen Santa Pau. Das mittelalterlich anmutende Ortsinnere sagt uns sehr zu und wir schlängeln uns durch die engen Gassen.
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