Die hohen Temperaturen haben uns zu folgenden Gerichten inspiriert:
mit Tomatensalat, abgeschmeckt mit Curcuma, Kumin, Zitronensaft, Zitronenabrieb und Knoblauch, abgelöscht mit Sojasoße
und karamellisierten Zwiebeln dazu gibt es ein Trio von Quinoa
Ende gut alles gut
Den letzten Tag in Slowenien verbringen wir schlafender-, lesender-, schreibender und sonnenderweise am Fluss eingerahmt von einer überragenden Bergkulisse und überlassen das Kochen am Abend dem geschulten Restaurantpersonal.
Wanderung zum Kozjak Wasserfall
Wir steuern den Ort Kobarid an, wo wir unsere vorerst letzte Wanderung in Slowenien antreten wollen. Diese führt uns zuerst zur Kirche Sv. Anton, wo sich auch ein riesiges Beinhaus befindet, wo etwa zehntausend im ersten Weltkrieg gefallene italienische Soldaten beigesetzt sind. Weiter geht es zur Ausgrabungsstätte Tonovcov grad, von dort an alten Kriegstellungen vorbei über Holz und Steinstufen bergab, bishin zu dem spektakulären Wasserfall Kozjak, dem bislang eindrucksvollsten Wasserfall unserer Reise. Es geht zurück nach Kobarid und wir beschließen einen letzten erholsamen Tag an der Soca zu verbringen.
eine Symphonie aus Aquamarinblau und Smaragdgrün
Den Vormittag nutzen wir, um ein wenig außerhalb von Kranjska Gora an einem Flusslauf das breite weiße Kiesbett, den helltürkisfarbenen Fluss und die Berge im Hintergrund zu genießen. Es ist bereits Mittag als wir uns abermals über den Pass schrauben, um auf der anderen Seite das Socatal zu erreichen. Dort gibt es einen Wanderweg entlang der Soca die achtundzwanzig Kilometer sind uns zu viel und wir steigen bei der angeblich schöneren zweiten Hälfte im gleichnamigen Ort ein. Von hier sind es noch dreizehn Kilometer nach Bovec. Der Weg führt uns immer in Nähe des rauschenden Gebirgsflusses mal über Wurzeln mal an Schluchten mal über Brücken immer leicht bergab und wir beäugen das Farbspiel des Wassers und das Treiben darin. Trotz schnellen Schrittes müssen wir unsere verkürzte Wanderung noch ein wenig mehr verkürzen, da es absehbar ist, dass wir den letzten Bus am Ziel nicht erreichen werden. Deshalb wird die Busstation einen Ort vorher angesteuert. Der Bus bringt uns die elf Kilometer ins Eko Kamp zurück, wo wir noch in die Gumpen springen. Das Wasser ist dermaßen kalt, dass man es nur einige Sekunden darin aushält, die Erfrischung ist aber garantiert.
Das Schweigen der Lämmer
Für unsere nächste Wanderung muss erstmal unser Bus schwitzen und wir quälen uns im Schritttempo zum Vrsicpass hinauf. Oben angekommen gönnen wir dem Bus Ruhe und schnüren die Wanderschuhe. Wir wollen eine kurze Wanderung zum Slemenova Spica unternehmen, von wo aus man einen herrlichen Blick auf das Tamartal haben soll. Auf einem verschlungenen Weg gewinnen wir stetig an Höhe, um uns bald darauf die Sleme Hochfläche zu erreichen. Mit Aussicht ist leider nichts, denn zahlreiche Wolken versperren die Sicht und wir können die Pracht nur erahnen. Dies ändert sich auch nicht, als wir Slemenova Spica erklommen haben. Aber auch die Wolken haben ihren Reiz und es war eine lohnenswerte Wanderung. Auf unserem Rückweg versperrt uns eine Herde Schafe den Weg, die wir unfreiwillig eine Weile vor uns hertreiben und die sich lautstark über uns beschweren. Letztendlich gelingt uns doch noch ein Überholmanöver und wir erreichen den Parkplatz. Wir fahren den Pass wieder hinab in den Ort Kranjska Gora, um dort die Nacht zu verbringen.
Weit oben wie ein Vogel
Unser nächstes Wanderziel ist das Skigebiet rund um den Gipfel des Vogels. Die ersten knapp tausend Höhenmeter bewältigen wir bequem per Seilbahn in gerade einmal drei Minuten. Die nächsten vierhundert dagegen werden sehr mühsam, aber dafür ist die Landschaft umso eindrucksvoller. Von der Seilbahnstation wandern wir anfangs durch Wald auf schotterigen Wegen, bis wir eine Alm erreichen. Ab dort beginnt der Aufstieg zum Gipfel des Vogels. Zwischen schmalen Scharten und kleinen Felseinlagen am schmalen Grat inklusive Drahtseilpassagen gelangen wir schließlich nach oben, um einen wundervollen Ausblick auf die umliegenden Julischen Alpen zu blicken. Danach folgt der schönste Teil der Wanderung auf einem herrlichen Höhenweg laufen wir mit grandiosem Blick zum Triglav Massiv langsam wieder bergab. Erschöpft erreichen wir die Seilbahn, die uns wieder an den Bohinjsko Jezero bringt, wo wir die Nacht verbringen.
1000 Jahre alt aber noch immer angesagt
Bereits bei der Anfahrt nach Bled und dem dazugehörigen See, merken wir, dass diese Ziele zu den Attraktionen des Landes gehören, denn die Massen auf den Straßen, lassen einen nur langsam vorankommen. Um den See herrscht ein reges Treiben, in das wir uns jetzt auch stürzen. Wir starten an der Uferpromenade, um einmal den See zu Fuß zu umrunden. Als erstes sticht die barocke Burg, die hoch oben auf einem Felsen thront ins Auge, als zweites die Insel mitten im See auf der sich eine Wallfahrtskirche befindet. Diese Kulisse wird eingerahmt von den Gipfeln der Karawanen und der Julischen Alpen. Nachdem wir die Hälfte des Sees umrundet haben, begeben wir uns auf den Berg Mala Osojnica, um uns den See von oben anzuschauen. Wieder unten begehen wir die zweite Hälfte die sich weitaus ruhiger präsentiert. An einer Bootsanlegestelle springen wir kurzerhand ins angenehme Wasser und treten dann den Rückweg an.
schöne Überraschung!
Gegen Vormittag starten wir unsere Erkundungsrunde der Hauptstadt Sloweniens mit ihren 270.000 Einwohnern. Hier geht es recht gemütlich zu und wir durchstreifen das vom Barock und Jugendstil geprägte Zentrum. Wir kommen aus dem Staunen gar nicht mehr heraus und laufen mit den Köpfen im Nacken durch die Straßen, die überwiegend verkehrsberuhigt sind. Um uns einen Überblick zu verschaffen, erklimmen wir die mittelalterliche Burg über der Stadt, von wo aus sich ein wunderbarer Rundumblick genießen lässt. Von dort entdecken wir auch die vielen Marktstände, die wir uns kurz darauf aus der Nähe anschauen und unsere Taschen mit frischen Waren füllen. Wir kehren zurück über die bekannte Zmajski most Brücke, mit ihren vier Drachen an den Eckpunkten. Die Stadt ist überraschend jung und hat viele kleine individuelle Cafés und Läden zu bieten – auf jeden Fall eine Reise wert!
Alpenoase in den Savinjer Alpen
Zum Wandern fehlt uns heute die Lust, deshalb erkunden wir das geschützte Savinja und Logar-Tal größtenteils mit dem Bus und legen einen kurzen Stopp an dem Wasserfall Slap Rinka ein. Der Fluss Savinja begleitet uns stets und schlängelt sich türkisfarben neben uns her, auch genießen wir die sattgrünen Täler und die eindrucksvollen Felsmassive. Wir gelangen auf der Straße bis zur Hauptstadt Sloweniens nach Ljubljana, wo wir nur noch parken und einen kleinen Spaziergang an dem Fluss Sava machen.
Marburg an der Drau
Es ist noch relativ früh, als wir in der Altstadt von Maribor ankommen. Wir schlendern an der Flusspromenade entlang, wo wir zahlreiche schmucke Gebäude sichten und gelangen zum Markt, um dort den Rucksack zu füllen. Zurück geht es über den prächtigen Platz Glavni Trg und die nicht weniger schöne Innenstadt. Danach machen wir uns auf den Weg ins Pohorje Gebirge.
unter Beerensammlern im Pohorje Gebirge
Früher als gedacht sind wir wieder startklar, um im Pohorje Gebirge nahe der Steiner Alpen zu wandern. Wir starten an der Alm Koca Pesnik mit dem Ziel den Moorsee Ribnisko Jezero zu erreichen. Das erste Stück ist relativ trist und führt auf einem breiten Schotterweg durch einen Nadelwald. Bereits hier bemerken wir den regen Verkehr zum Berg hinauf. Oben angekommen auf dem Gipfel des Crni vrh, ändert sich das Landschaftsbild und vor uns liegt eine weite sanfte Hochebene. Nun löst sich auch das Geheimnis des Verkehrs, denn dort oben gedeihen Unmengen von Heidelbeeren, die von zahlreichen flinken Händen abgesammelt werden. Uns reicht eine handvoll als Wegzehrung zum See, den wir über einen Holzbohlenweg durchs Moor letztendlich auch erreichen. Die blühenden Seerosen laden zu einer Verschnaufpause ein, bevor wir wieder den Rückweg antreten. Obwohl es auf der Alm sehr schön ist, fahren wir weiter, um unser Nachtlager in Luce an dem Fluss Savinja aufzuschlagen.
Wanderung zwischen Mais und Weinbergen
Unser erster Stopp in Slowenien führt uns in den noch recht flachen Osten zum bekannten Weinanbaugebiet um den Ort Jeruzalem. Hier parken wir auf einem Waldparkplatz, um eine kleine Runde über die sonnigen Weinberge zu starten. Wir passieren meterhohe Maispflanzen, bevor wir das Örtchen auf dem Hügel erreichen. Von hier ab erstreckt sich der Weg durch Weinberge, die bereits mit dicken Trauben behangen sind und vorbei an unglaublichen gut sortierten Obstgärten und idyllischen Höfen. Die Nacht verbringen wir in der Stadt Maribor, um diese am Morgen zu besichtigen.
Storchenland – kurzer Stopp in Kroatien
Nach einer nicht ganz so ruhigen Nacht mit lauter Partymusik und wildem Partygegröle, machen wir uns früh weiter, um weiter Richtung Grenze zu fahren. Wir stellen fest, dass der VW Golf, im speziellen die zweite Generation in Bosnien Herzegowina sehr beliebt ist und die Straßen bevölkert. Ansonsten bekommen wir von dem Land nicht wirklich etwas mit, aber sind neugierig geworden und wollen auch hier mal mehr Zeit verbringen. Im flachereren Norden des Landes lässt es sich bequem fahren und wir erreichen die Grenze früher als geplant. Eigentlich wollten wir nach Zagreb, aber nach dem vielen Sitzen im Bus, zieht es uns in die Natur und wir machen einen Abstecher ins größte Sumpfgebiet Europas, wo sich mehr Störche als Einwohner tummeln. Hier zeigt sich ein komplett anderes Gesicht Kroatiens: die flache sehr grüne Landschaft mit den vielen Deichen und Flüssen erinnert uns zeitweise an Hamburg. Die für die Gegend typischen Holzhäuser mal mit mal ohne Storch auf dem Dach haben einen ganz speziellen Charme. Wir betrachten die gefederten Gesellen bei einem kleinen Spaziergang aus der Nähe und sind ganz angetan von dieser ruhigen und ländlichen Gegend.
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