Wanderung auf der Insel La Palmeria
20.6.2015
Am Morgen gehen wir die nächste Wanderung an. Auf dem Weg zum Startpunkt laufen wir hinunter zum Hafen von Portevenere, um dort mit einem kleinen Boot auf die nahgelegene Insel La Palmeria überzusetzen. Diese erreichen wir nach nur fünf Minuten Fahrzeit. Es geht über kleine Pfade immer an der Küste entlang und nach einer Stunde haben wir bereits die Hälfte der Insel umrundet. Neben den vielen Strandliebhabern, die hier in schönen kleinen Buchten fündig werden, scheint die kleine Insel ebenfalls bei den Möwen schwer angesagt zu sein, denn ihr Antlitz und ihre markanten Rufe sind allgegenwärtig. Die Beschaffenheit der Insel bietet Idealbedingungen zum Brüten und der anschließenden Aufzucht.
Der zweite Teil der Wanderung ist wesentlich steiler und führt uns auf den höchsten Punkt Insel dem Colle Montroni. Auf dessen Rücken wandern wir bergab, wo wir nach ein paar Metern fasziniert stehenbleiben, als uns hoch oben vom Dach eines Gebäudes eine Ziege anstarrt. Beim näheren Betrachten, stellen wir fest, dass es sich um eine ganze Ziegenherde handelt, die das Dach einer alten Militäranlage abgrast. Weitere eineinhalb Stunden später befinden wir uns wieder im Hafen von Pontevenere.
Den restlichen Tag nutzen wir zur Fahrt und verlassen Ligurien in Richtung Toskana. Von der Autobahn erblicken wir ein riesiges Gebirge mit, für die Jahreszeit noch beachtlichen Schneemassen, jedoch bemerken wir schnell, die riesigen Marmorblöcke, die rechts und links der Fahrbahn lagern und erkennen, dass es sich nicht um Schnee handelt, sondern um das riesige Marmorabbaugebiet der Apuanischen Alpen. Letztendlich kommen wir in Livorno an, wo wir eine unruhige Nacht an einer Schnellstraße und gegenüber des Polizeireviers verbringen.